Jump to: Main navigation | Sub navigation | Content | Toolbar | Footer

News

Erfolg für den Deutschen Musikrat und das Amateurmusizieren

Die Deutsche UNESCO-Kommission und die Kultusministerkonferenz haben auf Vorschlag des Deutschen Musikrates das Instrumentale Laien- und Amateurmusizieren in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zur Begründung heißt es u.a.: „Das Expertenkomitee würdigt Ihren Vorschlag als intergenerationelle, schichtenübergreifende und interkulturelle Kulturform. Die vielfältigen Organisationsformen sowie die weite Verbreitung sind bemerkenswert. Dies ermöglicht das Mitwirken einer breiten Trägerschaft in ländlichen wie auch urbanen Räumen, für die das Musizieren eine identitätsstiftende und integrative Funktion besitzt.“

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die Aufnahme des Amateur- und Laienmusizierens in das ‚Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes‘ zeichnet nicht nur die bisher in der Amateur- und Laienmusikszene geleistete Arbeit aus. Sie ist auch eine wertvolle Berufungsgrundlage für die musikpolitische Arbeit des Deutschen Musikrates und seiner Mitgliedsverbände, um die Rahmenbedingungen für das Musikleben in Deutschland zu verbessern. Wir freuen uns, dass es dem Deutschen Musikrat zum zweiten Mal gelungen ist, einen wesentlichen Bestandteil unserer Kulturellen Vielfalt in das bundesweite Verzeichnis einzubringen. Die Auswahl der Expertenjury zeigt, welche bedeutende Rolle die Musik in unserer Gesellschaft spielt.“

2014 wurde auf Vorschlag des Deutschen Musikrates und des Deutschen Bühnenvereins, in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchestervereinigung, bereits die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Prof. Christian Höppner erhält Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Bundespräsident Joachim Gauck hat Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seit Jahrzehnten engagiert sich Höppner national und international für die Entwicklung und Pflege des Musiklebens auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Wir freuen uns, dass die herausragend vernetzte und weitsichtige kultur- und musikpolitische Arbeit von Christian Höppner diese besondere Ehrung erfährt. Im engen Schulterschluss mit dem Deutschen Kulturrat engagiert er sich seit Jahrzehnten für den Erhalt und die Förderung der Kulturellen Vielfalt in unserem Land. Seinem vielseitigen und verdienstvollen Engagement für das Kulturleben in Deutschland gebührt Dank und Anerkennung. Der Deutsche Musikrat gratuliert Christian Höppner herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.“

Prof. Christian Höppner ist u.a. Präsident des Deutschen Kulturrates, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Chefredakteur des Magazins Musikforum, Haushaltsberichterstatter im Rundfunkrat der Deutschen Welle, Vorsitzender des Medienbeirates von RTL und Ehrenpräsident des Landesmusikrates Berlin. Er ist als Dirigent tätig und unterrichtet Violoncello an der Universität der Künste Berlin. Für sein Engagement für das Berliner Musikleben wurde er 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Die vollständige Biografie mit Portraitfoto finden Sie unter www.musikrat.de.

Umfrageergebnisse „Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat“

Über den Zeitraum von einem Jahr führte der Deutsche Musikrat unter seinen Mitgliedsverbänden eine Umfrage zum Thema „Geflüchtete im Musikland Deutschland“ durch. Ziel der Umfrage war es, Informationen zu den vielfältigen Initiativen für Geflüchtete in Deutschland auf Kommunal- und Länderebene zu sammeln und diese in Politik und Medien zu vermitteln. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Kultur spielt für die Entwicklung unserer Gesellschaft und die gesellschaftliche Integration eine entscheidende Rolle. Der Deutsche Musikrat freut sich über die rege Beteiligung an der Umfrage ,Willkommen in Deutschland: Musik macht Heimat‘. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Institutionen aus dem Kulturbereich das Thema Geflüchtete aufgegriffen haben und Konzerte, Musiktheater oder musikpädagogische Angebote in Begegnungen organisieren. Insbesondere die Musik ist geeignet Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und zu respektieren. Das MIZ bietet mit der geplanten konzeptionellen Erweiterung, auch künftig die ideale Plattform, das Netzwerk kultureller Begegnungen weiter auszubauen."

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) stellt auf seinem Internetportal www.miz.org die Vielfalt der an der Umfrage teilgenommenen Projekte und Initiativen vor. Um den Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren und Veranstaltern musikbezogener Integrationsprojekte zu intensivieren und damit die Vielfalt und Qualität der angebotenen Maßnahmen nachhaltig zu stärken, arbeitet das MIZ am Aufbau eines neuen Informationsangebotes zum Thema „Musik und Integration“ (Arbeitstitel). Die Plattform soll im Laufe des nächsten Jahres online gehen.

Kommunale Bildungs- und Kulturpolitik stärken

Über die kultur- und bildungspolitische Situation in Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz informierte sich Generalsekretär Prof. Christian Höppner auf Einladung von Ernst-Ullrich R. Neumann, Ehrenpräsident des LMR Brandenburg und Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates, in einem kulturpolitischen Gespräch mit Falk Peschel, Kulturamtsleiter Senftenberg, Reiner Rademann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Senftenberg, und Thomas Zenker, Bürgermeister Großräschen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche Bedeutung Bildung und Kultur auch und gerade im ländlich geprägten Raum haben.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft und Einfallsreichtum kommunale Kulturpolitik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und des Gemeinwesens betrieben wird. Die Stärkung und Weiterentwicklung der bestehenden bildungskulturellen Infrastruktur müssen Priorität vor zeitlich begrenzten Projekten haben. Dabei müssen die Rahmenbedingungen für die Amateurmusik und die kommunalen Musikschulen eine tiefgreifende Verbesserung erfahren. Mit seinem soeben verabschiedeten Forderungskatalog unterstützt der Deutsche Musikrat diese Stärkung der kommunalen Bildungs- und Kulturarbeit vollumfänglich.“

„Kulturträgerschaft zwischen Kiez und Globalisierung“

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landesmusikrates Berlin am vergangenen Freitag nahm Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Ehrenpräsident des Landesmusikrates Berlin, an der Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturträgerschaft zwischen Kiez und Globalisierung: Wie entwickelt sich die Kulturträgerschaft in Bund und Ländern angesichts europäischer Rahmenbedingungen und internationaler Handelsabkommen?“ teil. Weitere Podiumsgäste waren: Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement, Klaus Mindrup, MdB, Prof. Dr. Dörte Schmidt, Vizepräsidentin des Landesmusikrates Berlin und Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates, und Dr. Sarah Zalfen, Politikwissenschaftlerin und Büroleitung des Staatssekretärs im Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Musikforum: Altersarmut von Berufsmusikern

Über Alte Musik in der Altersarmut schreibt Prof. Friedemann Immer, Barocktrompeter und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, in seinem Beitrag mit dem Titel „Traurige Wahrheit“ in der aktuellen Ausgabe des Musikforums. Er betont, dass die schlechte Altersversorgung für Musikerinnen und Musiker in der Alten Musik bittere Realität sei. Bei einer monatlichen Rente zwischen 350 und 450 Euro werde die Altersarmut leider zum Normalfall.

Der Beitrag ist nachzulesen in der kostenfreien App des Musikforums. Weitere Informationen finden Sie unter www.musik-forum-online.de.

Bundesjugendorchester unterstützt in Lviv und Kiew Gründung des Jugendorchesters der Ukraine

Das Bundesjugendorchester und sein Träger Deutscher Musikrat unterstützen derzeit mit seinen Partnern Beethovenfest Bonn und Deutsche Welle die Gründung des Jugendorchesters der Ukraine. Von den über 300 Bewerbern für das erste landesweite Ensemble hört eine bilaterale Jury unter dem Vorsitz der Dirigentin Oksana Lyniv die besten 100 Bewerber.

Die erste gemeinsame Arbeitsphase und Tournee des Orchesters wird im August 2017 in deutsch-ukrainischer Besetzung in Lviv stattfinden. Konzerte führen die 14- bis 22-jährigen Jugendlichen von der Heimatstadt des Kooperationspartners Lviv.Moz.Art nach Odessa, Chrakiw und Kiew. Im Anschluss ist die Formation eingeladen beim Internationalen Beethovenfest Bonn im World Conference Center zu gastieren. Dort wird eine Auftragskomposition der Deutschen Welle von dem ukrainischen Komponisten Bohdan Sehin uraufgeführt. Die Deutsche Welle begleitet das Projekt medial. Die Jugendlichen beider Nationen werden damit Neuland betreten.

Die aus Lviv stammende Dirigentin Oksana Lyniv ist derzeit Assistentin von Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper und ist künstlerische Leiterin des innovativen Festivals Lviv.Miz.Art. Sie wird mit diesem Projekt das erste Mal am Pult des Bundesjugendorchesters stehen.

Das 1969 vom Deutschen Musikrat gegründete Bundesjugendorchester zählt zu den bedeutendsten Jugendorchestern weltweit. Hier können die besten jungen Nachwuchsmusiker Deutschlands unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kirill Petrenko und Sebastian Weigle ihr Können auf nationalen und internationalen Konzerttourneen beweisen. Das Orchester wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Daimler AG, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, der Stadt Bonn und der Deutschen Orchestervereinigung gefördert. Auslandsprojekte unterstützen das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut.

Weitere Informationen zum Bundesjugendorchester finden Sie unter www.musikrat.de/bjo.

 

To the overview