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News

Fuck you 1Falt

Das Präsidium des Deutschen Musikrates hat einstimmig den Forderungskatalog „Fuck you 1Falt. Musikalische Vielfalt ermöglichen und nutzbar machen“ verabschiedet. Mit dem Forderungskatalog reagiert der Deutsche Musikrat auf die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und fordert, dass die Musikalische Vielfalt für die gesellschaftliche Fortentwicklung stärker im öffentlichen und politischen Bewusstsein verankert wird. Das Positionspapier richtet sich mit sechs Kernforderungen an den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung, den Bundesrat und die Dachvereinigungen der Kommunen und Länder.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Durch unzureichende Rahmenbedingungen ist für viele Menschen in Deutschland der Reichtum unserer Musikalischen Vielfalt nicht im vollen Umfang zugänglich. Um die beispiellose Vielfalt des Musiklebens in Deutschland für alle erfahrbar zu machen, ist eine kontinuierliche und qualifizierte Regelförderung ebenso wichtig wie verbesserte Strukturen im urbanen und ländlichen Raum für die Amateurmusik und die öffentliche Musikförderung. Die drei Grundsäulen der UNESCO-Konvention 'Kulturelle Vielfalt' verpflichten uns zu einem nachhaltig wirksamen Umgang mit kreativen Ressourcen. Der Deutsche Musikrat appelliert an die politischen Entscheider, Bildung und Kultur eine höhere Priorität einzuräumen. Bildung und Kultur sind das Fundament für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Kommunale Bildungs- und Kulturpolitik stärken

Über die kultur- und bildungspolitische Situation in Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz informierte sich Generalsekretär Prof. Christian Höppner auf Einladung von Ernst-Ullrich R. Neumann, Ehrenpräsident des LMR Brandenburg und Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates, in einem kulturpolitischen Gespräch mit Falk Peschel, Kulturamtsleiter Senftenberg, Reiner Rademann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Senftenberg, und Thomas Zenker, Bürgermeister Großräschen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche Bedeutung Bildung und Kultur auch und gerade im ländlich geprägten Raum haben.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft und Einfallsreichtum kommunale Kulturpolitik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und des Gemeinwesens betrieben wird. Die Stärkung und Weiterentwicklung der bestehenden bildungskulturellen Infrastruktur müssen Priorität vor zeitlich begrenzten Projekten haben. Dabei müssen die Rahmenbedingungen für die Amateurmusik und die kommunalen Musikschulen eine tiefgreifende Verbesserung erfahren. Mit seinem soeben verabschiedeten Forderungskatalog unterstützt der Deutsche Musikrat diese Stärkung der kommunalen Bildungs- und Kulturarbeit vollumfänglich.“

Kulturbanause Mario Barth

In seiner Sendung am Mittwoch, 30. November 2016 der RTL-Sendereihe „Mario Barth deckt auf“ besuchte TV-Comedian Mario Barth mit versteckter Kamera die Staatsoper Hannover. Dabei kritisierte er die Kulturförderung und brachte vor allem sein Unverständnis für die staatliche Subventionierung von Opernhäusern zum Ausdruck.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Transparenz und das Aufzeigen von möglichen Missständen ist ein Treibstoff unserer Demokratie. Mario Barth hat mit seiner gestrigen Sendung zur Staatsoper Hannover genau das Gegenteil gezeigt. Anstatt auf den lausigen Zustand der Kulturellen Bildung und die bedrohte Kulturelle Vielfalt aufmerksam zu machen, befeuert er mit seinen dümmlichen Sprüchen, die jeder Sachkenntnis entbehren, eine vollkommen sinnfreie Neiddebatte. Quote hin, Quote her - dieser Kulturbanause tut dem Image von RTL nicht gut.“

Verfolgen Sie den aktuellen Meinungsaustausch zu diesem Thema auch auf der Facebook-Seite des Deutschen Musikrates unter www.facebook.com/Musikrat.

Stadtrat gefährdet Dresdner Philharmonie

Wenige Monate vor der Eröffnung des neuen Konzertsaals in Dresden hat der Stadtrat beschlossen, der Dresdner Philharmonie den Doppelhaushalt 2017/18 um jährlich 250.000 Euro zu kürzen. Erst Ende September wurde das Nutzungskonzept für den Kulturpalast samt Haushalt vom Stadtrat gebilligt. Die Streichung der zugesagten Förderung bringt nun die Spielfähigkeit des Orchesters unter der Leitung von Michael Sanderling in Gefahr.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Wenn das Ergebnis von parteipolitischen Machtaushandlungen, kulturpolitische Fehlentscheidungen wie die vom Dresdner Stadtrat zur Folge haben, zeigt dies eine erschreckende Verantwortungslosigkeit gegenüber der Zukunftsfähigkeit dieser Kulturmetropole. Ausgerechnet in Dresden mit seinen unendlichen kulturellen Schätzen und Potentialen spielt diese Anti-Kulturpolitik den Rechtspopulisten in die Hände. Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik - gerade auch in Dresden. Der Deutsche Musikrat fordert den Stadtrat auf, die Entscheidung zu revidieren und der Dresdner Philharmonie, auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Eröffnung des neuen Konzertsaals, eine langfristige Bestandsgarantie zu geben.“

Podiumsdiskussion zum Thema Migration und Kulturelle Bildung

Am Mittwoch, 14. Dezember 2016 lädt der Deutsche Kulturrat ein zum 9. Dialogforum „Kultur bildet“ mit dem Thema „Migration + Kulturelle Bildung = Chance? Diversitätsentwicklung im Kulturbereich“. Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, wird an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Weitere Podiumsgäste sind: Prof. Dr. Naika Foroutan (angefragt), stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Uta Schnell, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Bundes, „360° - Fonds für die Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ und Prof. Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Moderation übernimmt Susanne Führer von Deutschlandradio Kultur.

Das Dialogforum wird am Freitag, 16. Dezember 2016 um 18:07 Uhr im „Wortwechsel“ bei Deutschlandradio Kultur sowie am Sonntag, 18. Dezember 2016 um 19:04 Uhr im „Forum“ bei Kulturradio WDR 3 ausgestrahlt.

Unter kultur-bildet(at)kulturrat.de können Sie sich noch bis Dienstag, 13. Dezember 2016 für die Veranstaltung anmelden. Nähere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Musikforum: Musik bewusst wahrnehmen

In der aktuellen Ausgabe des Musikforums plädiert Daniel Stemberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Implementierung und Evaluierung des Projektes „Inklusion in der Musiklehrerausbildung“ an der Musikhochschule Lübeck, in seinem Beitrag „Die Inflation der Musik. Musik als Geräuschkulisse oder als Ausdruck kultureller Vielfalt?“ für eine frühe und regelmäßige Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für die Kultur. Er beobachte mit Sorge, dass sich die bewusste Wahrnehmung musikalischer-medialer Produkte immer stärker reduziert.

Der Beitrag ist nachzulesen in der kostenfreien App des Musikforums. Weitere Informationen finden Sie unter www.musik-forum-online.de.

Kuratorium des Musikfonds e.V.

Auf Anregung der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, ist durch sieben Verbände und Institutionen des Musiklebens in Deutschland im September 2016 der Förderfonds für Zeitgenössische Musik gegründet worden. Nun wurden die Mitglieder des Kuratoriums benannt und besetzt. Eine Liste mit den aktuellen Mitgliedern finden Sie hier.

Ziel des Musikfonds ist es, die Zeitgenössische Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität zu fördern. Mit dem Musikfonds sollen künftig herausragende Projekte aller Sparten der Zeitgenössischen Musik mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro unterstützt werden. Insgesamt stehen jährlich 1,1 Millionen Euro für den Fonds zur Verfügung. Derzeit wird die Ausschreibung der ersten Förderrunde vorbereitet.

Neben dem Deutschen Musikrat gehört die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, der Deutscher Komponistenverband, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Gesellschaft für Neue Musik, die Initiative Musik und die Union Deutscher Jazzmusiker zu den Gründungsmitgliedern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.musikfonds.de.

EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK feiert Jubiläum mit Symposium und Konzert in Köln

Mit einem Jubiläumstag im Deutschlandfunk (DLF) in Köln feiert die EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK am Sonnabend, 10. Dezember 2016 ihr 30-jähriges Bestehen. Neben der Präsentation des Begleitprojekts zur EDITION „Abenteuer Neue Musik“ stehen dabei unter dem Titel „Musik als Geschichte von heute (für morgen)“ zwei Programmpunkte im Mittelpunkt: ein Symposium, das im Rahmen zweier Panels zum einen die Entwicklung der Neuen Musik in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren und zum anderen deren aktuelle Lage mit ihren spezifischen Rahmen- und Förderbedingungen in den Blick nimmt.

Zu den Panelteilnehmern zählen Musikwissenschaftler wie Dr. Achim Heidenreich, Ulrich Mosch, Prof. Dr. Rainer Nonnenmann, Svenja Reiner und Dirk Wieschollek, die Präsidentin der Gesellschaft für Neue Musik Dr. Julia Cloot, die Musikjournalisten Stefan Fricke und Leonie Reineke, der Verleger Rolf W. Stoll, die Komponisten Charlotte Seither und Vito Žuraj sowie die Saxophonistin und Ensembleleiterin Ruth Velten. Die Moderation übernehmen Rainer Pöllmann (Deutschlandradio Kultur) und Frank Kämpfer (Deutschlandfunk).

Ein Festkonzert mit Werken aus jüngsten Produktionen der EDITION wird für ein besonderes Highlight sorgen. In einem stilistisch abwechslungsreichen Programm mit unterschiedlichsten Besetzungen werden Kompositionen von Milica Djordjević, Marina Khorkova, Steffen Krebber, Luís Antunes Pena, Simon Steen-Andersen, Jagoda Szmytka und Vito Žuraj zu hören sein. Präsentiert werden sie von sechs verschiedenen Interpreten wie den Ensembles Modern und Musikfabrik, dem Ensemble Garage, hand werk, leise dröhnung u.a.

Am Donnerstag, 08. Dezember 2016 wird der WDR in seiner Sendung tonart einen Beitrag aus Anlass des EDITIONs-Jubiläums senden, am Montag, 23. Januar 2017 berichtet Leonie Reineke im Deutschlandfunk über den Jubiläumstag.

Seit drei Jahrzehnten fördert die EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK des Deutschen Musikrates erfolgreich junge Spitzenkräfte für Komposition und Interpretation Neuer Musik aus Deutschland und setzt damit herausragende Impulse für das zeitgenössische Musikleben auch international. So erhielten vormals u.a. Künstler wie Detlev Glanert, Adriana Hölszky, Isabel Mundry, Peter Ruzicka und Jörg Widmann eine Förderung durch die EDITION. Die Reihe von inzwischen fast 100 ausgewählten, beim renommierten Label WERGO erschienenen CD-Porträts dokumentiert ein einzigartiges Panorama der jüngeren musikalischen Entwicklungen in Deutschland.

Die EDITION wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL). Die Jubiläumsaktivitäten der EDITION werden außerdem unterstützt von Pro Musica Viva - Maria Strecker-Daelen Stiftung und der RheinEnergieStiftung Kultur.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ezm30.zeitgenoessische-musik.de und www.musikrat.de/edition.

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