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„Spartenbericht Musik“: keine neuen Erkenntnisse des Statistischen Bundesamtes

Das Statistische Bundesamt hat nach einer dreijährigen Projektphase einen „Spartenbericht Musik“ vorgelegt. Der Bericht ist Teil einer von der Kultusministerkonferenz (KMK) gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in Auftrag gegebenen bundeseinheitlichen Kulturstatistik. Ziel war es, den im Schlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ festgestellten Mangel an validen und vergleichbaren Daten im Kulturbereich zu beheben. Leider liefert der Bericht jedoch keine nennenswerten neuen Erkenntnisse.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat begrüßt es, dass die BKM und die KMK der Forderung der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland‘ nach validen und vergleichbaren Daten im Kulturbereich nachgekommen ist. Leider weist die Umsetzung des Statistischen Bundesamtes jedoch qualitativ und konzeptionell erhebliche Mängel und Leerstellen auf. Damit ist nicht einmal annähernd eine sinnvolle verwertbare Auswertung möglich, die auf längst bekannte Schwachstellen, wie zum Beispiel den Fachlehrermangel und Ausfall von Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen, hinweist. Mit seiner für die Gesamtbetrachtung des Musiklebens unerlässlichen Dokumentation von Strukturen und Entwicklungen bietet das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, einen weit über den Spartenbericht Musik hinausgehenden Aussagewert. Eine konzeptionelle Zusammenarbeit des Statistischen Bundesamtes mit dem MIZ unter der Voraussetzung entsprechender Rahmenbedingungen wäre der richtige Weg gewesen, um die angestrebten Erkenntnisse zu erhalten.“

Musikfonds: erste Förderrunde eröffnet!

Mit dem Musikfonds werden künftig herausragende Projekte aller Sparten der Zeitgenössischen Musik mit einer Antragssumme von bis zu 50.000 Euro unterstützt. Insgesamt stehen jährlich 1,1 Millionen Euro für den Fonds zur Verfügung. Nun wurde die erste Förderrunde eröffnet: bereits im Juni 2017 wird das Kuratorium über die ersten Förderanträge entscheiden.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates und Vorsitzender des Musikfonds: „Der auf Anregung von Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters gegründete Musikfonds leistet spartenübergreifend einen wesentlichen Beitrag, die Zeitgenössische Musik in Deutschland in ihrer Vielfalt und Komplexität zu fördern. Der Deutsche Musikrat freut sich, dass das Konzept des Musikfonds im Zusammenwirken aller Gründungsmitglieder in dieser thematischen Breite ausgearbeitet werden konnte.“

Neben dem Deutschen Musikrat gehören die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik, der Deutsche Komponistenverband, der Deutsche Tonkünstlerverband, die Gesellschaft für Neue Musik, die Initiative Musik und die Union Deutscher Jazzmusiker zu den Gründungsmitgliedern.

Weitere Informationen zum Musikfonds und zur Antragstellung auf Förderung finden Sie hier.

„Kulturxit“?

Trump, Brexit und Populismus: welche Auswirkungen hat die aktuelle politische Weltlage auf den kulturellen Austausch? Welche Gefahren bringen die rechtspopulistischen Strömungen für die Kulturelle Vielfalt in den einzelnen Ländern? Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, sprach hierüber im Interview mit dem Musikjournalisten Christopher Warmuth von dem Onlineportal für Klassik und Musikkultur www.niusic.de.

Das Interview können Sie hier nachlesen.

Gratulation: Prof. Reinhart von Gutzeit wird 70 Jahre

Die musikalische Ausbildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen ist zu seiner Lebensaufgabe geworden: seit mehr als 25 Jahren ist Prof. Reinhart von Gutzeit u.a. Vorsitzender des Projektbeirates „Jugend musiziert“ des Deutschen Musikrates und damit für die künstlerisch-pädagogische Gestaltung des Wettbewerbs verantwortlich. Für seine besonderen Verdienste um das Musikschulleben in Deutschland wurde er 2010 mit der Carl-Orff-Medaille des Bayerischen Musikschulverbandes ausgezeichnet. Am vergangenen Sonnabend feierte der Ehrenvorsitzende des Verbandes deutscher Musikschulen seinen 70. Geburtstag.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Prof. Reinhart von Gutzeit setzt sich seit Jahrzehnten mit Leidenschaft für die Förderung des musikalischen Nachwuchses ein. Als Vorsitzender des Projektbeirates Jugend musiziert hat er wesentliche Impulse dafür gesetzt, dass der bundesweite Wettbewerb zu einem wichtigen Bestandteil in der Förderung von jungen Musizierenden geworden ist und sich das Spektrum der Instrumente und musikalischen Genres kontinuierlich erweitert. Als Präsidiumsmitglied hat von Gutzeit die musikpolitische Arbeit des Deutschen Musikrates wesentlich mitgeprägt. Der Deutsche Musikrat gratuliert Reinhart von Gutzeit herzlich zu seinem 70. Geburtstag und wünscht ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute.“

Prof. Reinhart von Gutzeit war u.a. Rektor der Universität Mozarteum Salzburg und wurde für seine Verdienste mit dem Stadtsiegel in Gold ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Kurator des Instituts für Begabungsforschung und -förderung war er Vorsitzender der Expertenkommission zur Neuordnung der Musikhochschullandschaften in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Prof. Reinhart von Gutzeit war u.a. Vorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen und von 1991 bis 1996 Präsidiumsmitglied der Europäischen Musikschulunion. 1983 gründete er die musikpädagogische Zeitschrift „Üben & Musizieren“.


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Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Verantwortlich:
Prof. Christian Höppner
Generalsekretär des Deutschen Musikrates

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